Die Kunst der Zielerreichung

Wie du nutzten und ausbauen kannst was du bereits hast, um nachhaltig deine Ziele zu erreichen.

 

Ein integrativer Ansatz

Wir alle setzten Ziele, Bewusst oder unbewusst, im Großen oder im Kleinen.

Ziele geben unserem Leben eine Richtung. Unserem Verstand eine Aufgabe und sie halten unseren Körper aktiv.

“Ziele” sind intrinsisch mit dem Verstand verknüpft.

Ohne eine Richtung beginnt der Verstand sich im Kreis zu drehen, wie ein Hund der seinen eigenen Schwanz jagt.

Wenn du dir selber keine Ziele setzt, folgst du den Zielen von Anderen.

Je länger du den Zielen von anderen folgst, desto wenig Zufrieden wirst mit dem sein was du erreichst.

Genau aus diesem Grund ist die Kunst der Zielsetzung ein absolut essentieller Teil in jeglicher Form von Coaching oder Therapie.

Ohne Ziele keine Orientierung.

Ohne selbst gesetzte Ziele keine Perspektive

ABER der Prozess der Zielsetzung und Zielerreichung fällt für jeden Menschen unterschiedlich aus.

    • Manche Menschen handeln ohne plan

    • Manche Planen ohne zu handeln

    • Anderen träumen groß aber scheitern an der Umsetzung

    • Andere setzten um aber träumen gar nicht erst.

Ich möchte einen integrativen Ansatz präsentieren welcher Alle diese Herausforderungen beschreibt und gleichzeitig konkrete Handlungsschritte bietet um sowohl die Vision als auch die tägliche Gewohnheit zu würdigen.

 

Die Rollenverteilung

Eine betriebswirtschaftlich genutzte Perspektive wäre es, die Rollen zu teilen – Wie in einem Unternehmen. Alle Menschen im Unternehmen sind mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet. Mitarbeiter sind spezialisiert und unterstützten, im Idealfall, komplementär Ihre Stärken.

    • Manche gibt die Richtung vor.

    • Manche setzt Meilenstein auf dem Weg in diese Richtung.

    • Andere sorgen dafür, dass die Schritte gegangen werden.

Was wäre, wenn jeder von uns dieses Unternehmen in sich trägt? – Ein inneres Team.

Ein Sammelsurium an Stärken und Schwächen, Träumen und Bedürfnissen, Erfahrungen und Gewohnheiten.

Genauso wie beim äußeren Team gibt es beim inneren Team Fehleranfälligkeiten.

Um bei der Metapher des Unternehmens zu bleiben:

    • Die Richtung kann nie gesetzt worden sein

    • Die Meilensteine können in unterschiedliche Richtungen laufen.

    • Bei den Schritten kann es zum Stolpern kommen, wenn zu viele Steine in den Weg gelegt werden.

    • Oder zu viele Menschen nicht im Gleichschritt in unterschiedliche Richtungen laufen.

Der Unterschied:

Dein Inneres Team kannst du komplett selber umstrukturieren.

Ein Unternehmen kann nur begrenzt durch den Einfluss einer einzelnen Person verändert werden.

Dein Inneres Team

Also lass uns das Innere Team genauer anschauen.

Ich präsentiere drei hilfreiche Akteure, welche für die nachhaltige Zielsetzung und Zielerreichung essenziell sind

    • Den Träumer

    • Den Planer

    • Den Macher

(Ich werde der Einfachheit wegen bei der männlichen Version bleiben. Fühle dich gerne frei daraus eine Träumerin zu machen oder andere Begriffe zu nutzten 😉)

Abbildung 1 beschreibt weitere Namen für den Prozess der Zielsetzung und -erreichung.

Vom Selbst, zum Ich, zur Persona. Vom Unvorstellbaren, zum Vorstellbaren, zum Machbaren. Von der Seele über den Verstand zum Körper.

Die Idee bleibt immer dieselbe.

Der Träumer gibt eine Richtung vor und strebt einen „Soll“ Zustand an

Der Macher geht die relevanten Schritte und bewegt sich im „Ist“ Zustand.

Der Planer bildet die Brücke zwischen den Beiden.

Als CEO deines inneren Teams hast du die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Jeder Anteil seinen Platz bekommt und so harmonisch zu einem größeren Ganzen beitragen kann. Das können auch „Fortbildungen“ sein, um die jeweiligen Anteile weiterzubilden und zu qualifizieren.

Welcher Anteil ist bei dir Dominant?

Welchem Anteil lässt du den geringsten Raum?

Mit welchem Anteil fühlst du dich am wenigsten wohl, wenn er im Bewusstsein ist?

Wie baue ich meine Anteile aus?

Alle drei Anteile berufen sich auf vergangene Erfahrungen und Ressourcen in deinem Leben. Auch anderen Anteile oder Situationen können sowohl dabei helfen in bestimmten Anteilen zu bleiben, als auch Vermeidungstaktiken fahren, um sich mit einem bestimmten Anteil weniger Auseinander zu setzten.

Die Erfahrung des Träumers liegt im Sein.

Die Erfahrung des Planers liegt im Denken.

Die Erfahrung des Machers liegt im Handeln.

 

Der Träumer

Das beste Training für den Träumer ist genau das Gegenteil des Machers. Nichts Tun – Sein.

Der Träumer nährt sich von Stille und Stillstand. Erst in dieser Ruhe kann er sich entfalten und die Wahrnehmungen der Realität verarbeiten und durchbrechen.

Der Träumer lässt sich gut durch Perspektivwechsel hervorrufen.

Am besten kommt er aber zum Einsatz durch „Meditation“. Erst durch Leere kann etwas Volles entstehen.

Wie häufig gibst du dir die Möglichkeit „zur Ruhe“ zu kommen?

Wie kommst du zur Ruhe? Vielleicht ist es Malen, Musik, Natur oder Sport. Lass dich nicht von dem Begriff „Meditation“ irritieren.

Hier sind ein Paar Fragen für den Träumer:

Wie möchtest du in Erinnerung verbleiben?

Wie würdest du darüber denken, wenn dich ein Freund mit demselben Problem um Ratschlag bittet?

Wie fühlt sich Stille an?

Auf die letzte Frage gibt es keine Antwort, es geht um das „wiederfinden“ eines bekannten Gefühls.

 

Der Planer

Denken und Planen überschneiden sich meist stark. Der Prozess des Denkens kann jedoch (im Gegensatz zum Zustand des Seins) optimiert werden. Konkrete Zielsetzung kann gelernt werden.

Im Idealfall sollte ein Ziel eine direkte Übersetzung zwischen Traum und Handlung sein. Weil diese beiden Anteile aber grundsätzlich andere Sprachen sprechen, sind Übersetzungsfehler unvermeidbar.

Der Planer droht Gefahr sich im Kreis zu drehen, wenn keine neue Erfahrung (durch Handeln) gemacht wird.

Durch regelmäßige Rücksprache mit den Beiden lässt sich der Prozess schon ungemein optimieren. Dazu helfen zwei einfache Fragen.

Was will ich?

Was tue ich?

Je weniger der Verstand hier die Geschichten des Handelns ausschmückt, desto besser. Radikale Ehrlichkeit mit sich selbst und dem Eigenen Verhalten hilft.

In welche Zukunft tragen dich deine aktuellen Verhaltensweisen? In Richtung deines Traumes oder in die entgegengesetzte Richtung?

Ein evidenzbasierter Prozess der Zielsetzung ist folgender:

    1. Setzte dir ein spezifisches, messbares Ziel. Wo möchtest du hin?

    1. Suche dir drei unterschiedliche Meilensteine, welche auf dem Weg zum Ziel liegen.

    1. Breche die jeweiligen Meilensteine in konkrete Handlungsschritte herunter. Was kannst du tun? Welche Gewohnheit kannst du aufbauen?

    1. Sortiere die Konkreten Handlungsschritte nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Plane Zeit für konkrete Aktionen in deinen Kalender ein.

Der Macher

Der Macher lernt am besten aus vergangen Erfolgserfahrungen.

Du wirst bereits wissen ob es dir einfach fällt ins Handeln zu kommen oder ob du lieber prokrastinierst.

„Prokrastination“ kann auch nicht-zielgerichtetes Handeln sein. Aufräumen anstatt zu lernen. Sich übermäßig zu einem Thema belesen anstatt zu starten, immer „busy“ sein etc.

Das Effektivste um den Macher in seine volle Größe wachsen zu lassen, ist so simple wie schwer:

Nimm dir etwas vor was du tun möchtest und tue es.

Hier sind die zwei einfachsten und nachhaltigsten Möglichkeiten:

Finde die „eine Sache“

Was ist diese eine Sache? Das was du schon gerne vorgestern erledigt hättest? Kannst du es in den nächsten 24 Stunden erledigen? – Dann tue es. Nimm es dir gar nicht erst vor, wenn du es nicht erledigst.
Siehe es als mentales Training an, dich Selbst an das Wort zu halten, welches du dir gegeben hast.

Baue die eine neue Gewohnheit auf.

Wie James Clear so wunderbar schrieb:

„du steigst nicht auf das Niveau deiner Ziele. Du fällst auf das Niveau deiner Systeme.“

Gewohnheiten sind Systeme. Automatisierte Abläufe welche unabhängig von Motivation, Energie oder sonstigen Umständen häufiger gemacht werden als nicht.

    • Was ist eine Gewohnheit, die du täglich durchführen kannst? Eine Gewohnheit die dich jeden Tag einen kleinen Schritt in Richtung deiner Ziele trägt?

    • Sei so spezifisch wie möglich, wann, wie, wo, mit wem, wie häufig, wie lange, bis wann? Was machst du davor, was machst du danach?

    • Wie klein muss die Aktion sein, das du handelst, auch wenn du KEINE Motivation hast?

Neue Gewohnheiten aufrechtzuerhalten ist schwer. Hier gibt es viele Möglichkeiten, um individuell mit Widerständen, Schatten, Energielevel oder sabotierenden Anteilen zu arbeiten. Alle Möglichkeiten aufzuzählen würde den Rahmen von Mehreren Büchern erfordern und ist am besten in Einzelarbeit zu lösen. Nichts geht über das machen der Erfahrung, falls du Unterstützung suchst, findest du sie hier.

Fazit

Damit haben wir uns die drei Anteile der Zielsetzung und Zielerreichung nähergebracht.

Der Träumer gibt den Soll Zustand vor. Er blüht auf im Sein.

Der Macher gibt den Ist Zustand vor. Er lebt in der Handlung.

Der Planer Übersetzt zwischen den Beiden.  Er arbeitet durch das Denken.

Die Kunst des Zieleerreichens ist es, alle drei Anteile zur richtigen Zeit auf die Bühne zu stellen, um sie zur passenden Musik tanzen zu lassen.

Welchen Traum möchtest du dir in dein Leben rufen?

Du suchst nach Unterstützung? Dann kannst du dir hier einen kostenlosen Coaching Termin buchen.